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Kaufratgeber Teil III

– Glossar –

Glossar

Eine Querflöte besteht aus einem Kopf-, Mittel- und Fußstück. Welche Merkmale und Besonderheiten kennzeichnen die einzelnen Teile? Auf welche Bestandteile muss man achten, wenn man eine Querflöte kaufen will? Das folgende Glossar gibt einen Überblick über die wichtigsten Merkmale der Querflöte und erläutert diese.


Kopfstück

Zum Anblasen der Querflöte dient das Kopfstück. Hier wird der Ton gebildet und es bestimmt etwa 70% der klanglich relevanten Eigenschaften. Die Form des Mundloches, Material und die Dicke des Rohres sind dabei massgebend.

Auf dem Kopfstück sitzt die Mundlochplatte, in welcher sich das eigentliche Anblasloch befindet.

Eine besondere Form ist das gebogene Kopfstück. Es dient als Lernhilfe für Kinder und wird außerdem bei Alt-, Tenor- und Bassflöten eingesetzt.

Das bevorzugte Material ist Silber.


Fußstücke

Es gibt zwei Arten von Fußstücken: den C-Fuß und den H-Fuß. Letzterer ist länger und bietet dadurch einen größeren Resonanzraum. Die Flötentöne klingen kräftiger und voller. Vor allem die hohen Töne hören sich wärmer und weniger schrill an. Allerdings wiegt das Instrument durch den größeren H-Fuß etwas mehr.
Der tiefste Ton, den eine Querflöte mit C-Fuß erreicht, ist ein c1. Eine Flöte mit H-Fuß bietet einen größeren Tonumfang in der Tiefe: Auf ihr kann man einen Halbton mehr spielen, da sie bis zum h reicht.


E-Mechanik

Die E-Mechanik eignet sich besonders für Anfänger, da sie das Spielen des hohen E zu Beginn erleichtert. Spielt man diesen Ton, muss das zweite G-Loch üblicherweise mit einem Finger verschlossen werden. Damit das ohne Krämpfe in der Hand gelingt, ist eine sehr gute Spieltechnik nötig.
Bei der E-Mechanik handelt es sich um einen kleinen Hebel, der diese Aufgabe übernimmt. Er befindet sich zwischen der zweiten G-Klappe und der Fis-Klappe. Beim Spielen des Tons E3 schließt die E-Mechanik die zweite G-Klappe, so dass der Flötist dies nicht selbst machen muss.


Vorgezogenes G

Auf vielen Querflöten sind die beiden G-Klappen auf dem Mittelstück ein Stück weit vorgezogen, so dass sie aus der Reihe der anderen Klappen hervor ragen.
Instrumente mit vorgezogenem G eignen sich besonders für Anfänger und Fortgeschrittene, da der Ringfinger der linken Hand die Klappen leichter erreicht und somit etwas entlastet wird.


Inline und Offset

Die Klappen am Mittelstück der Flöte können auf zwei verschiedene Arten angeordnet sein: inline oder offset. Bei einer Inline-Querflöte sind alle Klappen in einer geraden Linie angeordnet. Eine Offset-Flöte besitzt hingegen ein vorgezogenes G.
Es gibt keinen Unterschied im Klang zwischen beiden Varianten. Offset ist die beliebtere Flötenart. Sie lässt sich etwas leichter spielen, da der linke Ringfinger nicht so sehr gestreckt werden muss wie bei Inline-Flöten. Wer heutzutage eine Querflöte kaufen will, findet daher eine größere Auswahl an Offset- statt Inline-Instrumenten.


Offene Ringklappen

Jede Querflöte besitzt insgesamt 16 Tonlöcher. Bei Modellen mit Ringklappen sind fünf dieser Löcher offen. Der Spieler muss sie mit den Fingerkuppen verschließen. Dabei spürt er deutlich den Luftstrom an den Fingerspitzen, was bei geschlossenen Klappen nicht möglich ist. Dank dem Luftstrom fällt es dem Flötisten leichter, Fehler in der Haltung zu korrigieren. Ringklappen ermöglichen zudem besondere Griffe wie Mikrointervalle oder Glissando, die man mit geschlossenen Klappen nicht spielen kann. Um sich von geschlossenen Klappen auf das Spiel mit Ringklappen zu gewöhnen, gibt es spezielle Stöpsel. Sie können beispielsweise bei Auftritten in die Löcher gesteckt werden und verschließen diese, bis sich der Flötist an die neue Spielweise gewöhnt hat.
Eine Querflöte mit Ringklappen setzt eine hervorragende Spieltechnik voraus, weil die Töne unsauber oder gar nicht erklingen, wenn die Löcher nicht richtig verschlossen werden. Eine Querflöte mit Ringklappen eignet sich daher vor allem für Fortgeschrittene und Profis.


Geschlossene Klappen

Bei dieser Querflötenart bedient der Spieler kleine Klappen, die jedes der 16 Tonlöcher verschließen können. Dadurch fällt das Spielen leichter und die Töne klingen von Anfang an sauber. Andererseits ist das Spielen einiger fortgeschrittener Griffe auf diesen Instrumenten nicht möglich.
Für Anfänger, die eine Querflöte kaufen wollen, empfiehlt sich daher ein Modell mit geschlossenen Klappen. Auch Spieler mit kleinen Händen profitieren von den geschlossenen Klappen.


Spitzdeckelklappen

Spitzdeckelklappen sind vor allem an Profiinstrumenten zu finden. Die Spitzdeckelmechanik hilft, Klappen zu verschließen, auf denen keine Finger liegen. Diese Klappen sind über kleine Arme mit einer Achse verbunden. Die Achse mündet in einen Hebel, der vom Flötisten bedient wird. Jeder Arm verläuft dabei gerade bis zur Mitte des Klappendeckels. Im Gegensatz dazu verlaufen die Arme bei günstigeren Modellen entlang der Rundung des Deckels. Die Spitzdeckelmechanik ist robuster und soll die Klappen gleichmäßiger und genauer verschließen. Zudem erlaubt sie erfahrenen Spielern eine präzisere und fließendere Bedienung.


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